Sallach an der Kleinen Laber

 

 

 

 

  Aktuelles

13. Juni 2022
Generationswechsel in BBV-Führung
(von Otto Strasser)

Zu einer gemeinsamen Versammlung mit Neuwahlen der BBV-Ortsverbände Sallach und Geiselhöring/Greißing, konnte Ortsobmann Georg Rothmayr am Montagabend BBV-Mitglieder mit Angehörigen der beiden Ortsverbände im Gasthaus Hagn begrüßen. Sein besonderer Gruß galt dem als Referent und Wahlleiter gekommenen stellvertretenden Kreisvorsitzenden Franz Lehner. Einen gerafften Rückblick auf die 25 Jahre ihrer Amtszeit gab zu Beginn die nun scheidende Ortsbäuerin Veronika Rothmayr. Als sie damals ihr Amt von ihrer Vorgängerin Hildegard Wild übernommen hatte, waren noch Bastelabende, Ausflüge, Betriebsbesichtigungen und Vorträge sehr gefragt, wovon sie eine ganze Reihe aufzählen konnte. Daneben blickte sie auf die von den Landfrauen unter ihrer Führung zubereiteten und sehr gut gelungenen Salat- und Kuchenbüfetts für große Sportvereinsfeiern und für die Sallacher 1000-Jahrfeier im Jahr 2010 zurück und erwähnte, das man sich auch immer auf dem Landfrauenstand in der Ostbayernschau mit eingebracht habe. Da sich Interessen und Bedürfnisse im Wandel der Zeit sehr geändert haben, bestimmten in den fünf Jahren seit der letzten Neuwahl die sehr gefragten „Trittsicher-Kurse“ und die Wassergymnastik-Nachmittage mit der Physiotherapeutin Sabine Thanner den Hauptteil der Jahresprogramme. Aber auch Radtouren mit Einkehr, ein Besuch des Salzsalariums, eine Gartenbesichtigung und verschiedene Gesundheitsvorträge gehörten dazu. Zum festen Bestandteil jedes Jahresprogramms gehörte das seit Jahrzehnten von den Landfrauen organisierte Kräuterbüschelbinden zu Mariä Himmelfahrt. Die von den zahlreich mithelfenden Frauen gebundenen Büscherl wurden immer gut angenommen und erbrachten jährlich einen guten Erlös, der jeweils von ihr aufgerundet und für wohltätige Zwecke gespendet wurde. Abschließend dankte die scheidende Ortsbäuerin für die vielseitige gute Unterstützung. Ihr besonderer Dank, den sie mit der Überreichung eines Geschenkkuverts hervorhob, galt ihrer Stellvertreterin Cilli Artmann. „Du hast dieses Amt vor 20 Jahren von Rosemarie Wallner übernommen und auf deine tatkräftige Unterstützung konnte ich immer zählen“ lobte Vroni Rothmayr. BBV-Obmann Georg Rothmayr verzichtete auf einen eigenen Rückblick, da der Ortsverband seine Jahresarbeit immer in Verbindung mit der Jagdgenossenschaft leistet. Auch er stellte sein Amt für die Neuwahl zur Verfügung.
Im daran anschließenden Vortrag ging Franz Lehner auf die vordringlichsten Brennpunkte der Landwirtschaft ein. Seit Ausbruch des unseligen Krieges in der Ukraine und der Angst vor Hungersnöten stehe die Frage: „Können wir uns selbst ernähren?“ vielfach im Raum, so der Referent, der dazu die Gegebenheiten anhand von statistischen Bildern veranschaulichte. Die Bezeichnung der Ukraine als die Kornkammer Europas erklärte Lehner damit, dass die Ukraine rund halb so viele Einwohner wie Deutschland, jedoch eine fast dreimal so große landwirtschaftliche Nutzfläche hat. Rußland bombardiere seit Beginn seines Angriffskrieges nicht nur Städte und Dörfer und töte unzählige Menschen, sondern setze als Waffe auch den Kampf um die Ernährung ein. Die besten Böden der Ukraine seien nämlich im sehr stark umkämpften Osten und Südosten des Landes. Durch die Verhinderung von Getreide- und Sonnenblumenlieferung in den Welthandel, drohe jetzt Hungersnot in Afrika, Ägypten und der Türkei. Humanitäre Hilfe sei da unerlässlich, um neue zusätzliche Flüchtlingsströme zu verhindern. Um Versorgungssicherheit zu erreichen, seien Kurskorrekturen auch in unserer  Landwirtschaftspolitik erforderlich, forderte der Agrarfachmann. Der BBV kämpfe dafür, dass die  Ernährungssicherung genauso wie der Klimaschutz als Staatsziel ins Grundgesetz aufgenommen werde. Genauso wehre er sich gegen eine vierprozentige Zwangsflächenstilllegung, die Lehner als eine staatlich verordnete Unkrautvermehrung bezeichnete. In der Ermöglichung des Anbaus von Eiweißpflanzen und Ölsaaten sehe er die Sicherung der Eiweißfutterversorgung und eine bedarfsorientierte, praxisnahe Düngeverordnung helfe Landwirten und verbessere die Akzeptanz bei den Verbrauchern. Die Landwirtschaft brauche auch neue, langfristige Rahmenbedingungen für Biogas, Biokraftstoffe und Holz, um unabhängiger von Energieimporten zu werden, so der Referent.


v.li.: Marco und Bettina Rothmayr, Georg Altmann, Cilli Artmann, Franz Lehner, Vroni und Georg Rothmayr


17. April 2022
Reinigung Brandkreuz
(von Otto Strasser)

Im Jahr 2000 wurde auf Initiative des heutigen Ehrenvorsitzenden des Obst- und Gartenbauvereins, Theo Speiseder, das 1965 bei einem Verkehrsunfall zerstörte Brandkreuz am östlichen Dorfeingang von Sallach neu errichtet. Es erinnert an den durch Funkenflug der Eisenbahn verursachten Großbrand, bei dem 1874 das ganze obere Dorf fast vollständig abbrannte, während das untere Dorf verschont geblieben war. Die Blumenanlage vor dem Kreuz, das Granitkreuz und der Platz drum herum wird seit vielen Jahren von Helene und Otto Strasser unentgeltlich gepflegt und sauber gehalten. Trotzdem blieb es nicht aus, dass das Brandkreuz im Laufe der Jahre durch Moosanhaftung und Schmutzablagerungen immer unansehnlicher geworden ist. Deshalb wandte sich das daneben wohnende Ehepaar Strasser im Anliegen um eine Verbesserung dieses Zustandes an OGV-Vorsitzende Waltraud Korber. In der letzten Ausschusssitzung des OGV, bei der auch die Reinigung des Gedenksteins zur 1000-Jahrfeier am Kirchplatz mit dem Steinmetz Alfred Kainz aus Mallersdorf-Pfaffenberg besprochen wurde, erklärten sich die Ausschussmitglieder Alois Janker (Mitte) und Hans Piendl (rechts) bereit, in einem gemeinsamen Arbeitseinsatz, das Brandkreuz einer gründlichen Reinigung mit einem leistungsstarken Hochdruckreiniger zu unterziehen. Am vergangenen Dienstag starteten diese gemeinsam mit Otto Strasser (links) die Reinigungsaktion, bei der sowohl die gesamte Oberfläche der Kreuzsäule wie auch der Sockel und das umgebende Granitpflaster vom Moos, Schmutzanhaftungen und Überwucherungen gereinigt wurde.  Alle drei freuten sich am Ende ihres Arbeitseinsatzes darüber, dass das der Stein jetzt wieder wie neu errichtet da steht, da er sich viel heller und freundlicher zeigt. Damit er möglichst lange so bleibt, soll er zusätzlich durch ein Pflegemittel fachmännisch versiegelt werden.


30. April 2022
Endlich wieder ein neuer Maibaum
(von Otto Strasser)

Vor vier Jahren wurde der letzte Maibaum an seinem angestammten Platz im oberen Dorf vor der Gastwirtschaft Hagn aufgestellt. Endlich war es wieder so weit, dass unter der Federführung der Feuerwehr dieser alte Brauch in die Tat umgesetzt werden konnte.  Als sichtbarer Beweis funktionierender Dorfgemeinschaft erwies sich wiederum, dass das Aufstellen des schön geschmückten Maibaums am Vorabend des 1. Mai schon immer ein großes gesellschaftliches Ereignis im Dorfleben war. Pünktlich um 17.30 Uhr wurde der 30 m lange Baum vom Hof des Schlossbauern Weinzierl, mit zünftiger Marschmusik der „Hirschlinger Musikanten“ von  zahlreichen Helfern aus allen örtlichen Vereinen zum Aufstellungsplatz beim Gasthaus Hagn geschoben. Er war dieses Jahr vom Hofbesitzer vom Weingarten, Andreas Artmann, gespendet worden. Unter der Regie des ehemaligen 2. Kommandanten der FFW, Georg Altmann, war er vor wenigen Tagen mit einigen Helfern aus dem Wald geholt, dann entrindet und mit Girlanden und einer prächtigen Krone geschmückt worden. Um vor unliebsamen Überraschungen gefeit zu sein, wurde er natürlich von wachsamen Wächtern  in den letzten Nächten sorgsam bewacht. Angeleitet von lauten Kommandorufen von Johannes Eichinger,  seines Zeichens zweiter Kommandant der FFW, hatten es die vielen Helfer aus allen örtlichen Vereinen  innerhalb einer Stunde geschafft, den stattlichen Baum mit den Scheren in die Senkrechte zu bringen. Vor vielen Zuschauern und immer wieder untermalt von passenden Melodien der Blaskapelle mit Kapellmeister Alfons Weinzierl jun. ging das Aufstellen reibungslos vonstatten, wobei die Auswirkungen der Kommandorufe stets einer genauen Prüfung durch den Chef Georg Altmann unterzogen wurden. Schließlich war der Baum kerzengerade ausgerichtet und sicher verankert. Jetzt kam endlich die Stunde der Dorfjugend, denn Knackwürste und Brezen warteten in luftiger Höhe auf wagemutige Kraxler. Leider aber hingen sie für manche wirklich zu hoch und so mancher Bub oder auch Mädchen musste aufgeben. Einzig die Schwestern Eva und Lena Winter, vor allem aber Pauline Knott schafften es, die Knackwürste und Brezen vom Baum zu holen.  Neben den Girlanden und Kränzen unter der herrlichen Krone zieren die Wappentaferl der örtlichen Vereine und die Zunftzeichen mancher Betriebe den Baum. Nach dem Aufstellen traf man sich im Gasthaus Hagn zur zünftigen Maifeier, die von den Hirschlinger Musikanten mit ihrem Kapellmeister Alfons Weinzierl jun. in gewohnter Manier musikalisch umrahmt wurde. Feuerwehr-Vorsitzender Christian Strasser dankte in einer kurzen Ansprach dem Hauptakteur der Maibaumaktion, Georg Altmann,  für seinen vorbildlichen Einsatz zur Erhaltung dieses bayerischen Brauchtums, genau so aber auch den zahlreichen Helfern aus allen örtlichen Vereinen für ihre tatkräftige Mithilfe.

  
 


September 2020
Zeugnis niederbayerischer Kleinbauernhäuser  verschwunden.
(von Helene Strasser)

Eines der drei Zeugnisse  kleinbäuerlichen Baukultur ist aus dem Dorfbild von Sallach verschwunden: Das ehemalige Rohrmeier Haus,  trotzte zwar dem vernichtenden Großbrand am 11. und 12. April 1874, hatte aber gegen die massive Urgewalt des Baggers am vergangenen Samstag keine Chance. Damit ist ein über 200 Jahre altes Zeitzeugnis aus dem Ortsbild von Sallach verschwunden. Aus der Reindl-Chronik ist zu erfahren, dass das 1/8 Gütl - im Erbrecht zur Probstei gehörend - bereits 1786 von dem aus Eitting stammenden Andreas Berger erbaut wurde. Von ihm wurde es 1834 dann verkauft an Jakob Lermer aus Riekofen, dessen Sohn es 35 Jahre später wiederum an Georg Labermeier verkaufte. 1884 ging es in den Besitz von Jakob Rohrmeier aus Sallach über, der nicht nur die kleine Landwirtschaft mit 13 Tagwerk bewirtschaftete, sondern auch mit der Milch von vier Kühen, dem Fleisch von drei Schafen, vier Schweinen und allerlei Geflügel  und dem Honig von mehreren Bienenvölkern seine Familie ernährte. Er vererbte das Anwesen 1919 seinem Sohn Ludwig Rohrmeier, der schwerverwundet aus dem ersten Weltkrieg zurückgekehrt war, den Beruf des Schuhmachers erlernte und dann als Schuhmachermeister ein Zubrot verdiente. Von ihm dürfte auch die prächtig gewachsene Linde in der Gartenmitte gepflanzt worden sein. Das von ihm benutzte Werkzeug war in einer kleinen Kammer lange Jahre erhalten worden. Seine Handwerkskunst wurde von den Dorfbewohnern gerne in Anspruch genommen. Die Außenwände des Hauses waren vollkommen aus Holzbalken errichtet, die mit Schilfmatten und Kalkmörtel verputzt waren. Wahrscheinlich war der langgestreckte Dachstuhl, der sich über Wohnhaus, Stall und Scheune erstreckte ursprünglich mit Stroh gedeckt. Später bekam er Dachziegel, die aus der ehemaligen Ziegelei in Greißing stammten, wie es der Stempeleindruck mit der Jahreszahl 1909 beweist. Typisch für jedes niederbayerische Kleinbauerhaus waren die auffallend kleinen Fensteröffnungen, die niedere Zimmerhöhe in beiden Stockwerken, der lange, hölzerne Balkon auf der Hofseite und die grünen Holzläden an allen Fenstern. Als 1987 Maria Rohrmeier als letzte Bewohnerin verstarb, ging es in den Besitz der Eheleute Josef und Franziska Schuller, später an deren Sohn Erwin über. Es wurde aber seither nicht mehr bewohnt. So dämmerte das ehemalige Bauernhaus als echtes Beispiel niederbayerischer, kleinbäuerlicher Bauernhäuser mehr als drei Jahrzehnte dahin. Dank seiner soliden Holzbalkenbauweise trotzte es in diesen drei Jahrzehnten so manchen Stürmen, ehe der letzte Gewittersturm im vergangenen Juli das Dachgeschoss so schwer beschädigte, dass es zu einer Gefahr wurde. Damit war sein Schicksal besiegelt und der Abbruchbagger verrichtete sein Werk. Das Dorf Sallach aber verlor eines der ältesten Baudenkmäler aus seiner bäuerlichen Vergangenheit.


 


11. Dezember 2019
Vorweihnachtliches Treffen bei 60+
(von Otto Strasser)
 

Zu einer kleinen Advents- und Nikolausfeier konnte Brigitte Piendl als Leiterin der Gruppe 60-plus am Mittwochnachmittag rund 30 Seniorinnen und Senioren  der 6ß+-Gruppe im Pfarrheim begrüßen. Ihr besonderer Gruß galt den beiden Geistlichen, Herrn Stadtpfarrer Josef Ofenbeck und Herrn Pfarrvikar Paul Gebendorfer. Zusammen mit ihren Helferinnen Anni Strasser und Hilde Hasenecker hatte sie im Gruppenraum für das passende Ambiente gesorgt und  Kaffee, Punsch und Plätzchen für alle vorbereitet. Mit weihnachtlichen Liedern stimmten sie sich auf die bevorstehende Weihnachtszeit ein. Dazu trugen auch die Lieder des Kinderchores unter der Leitung von Christine Wellenhofer bei. Außerdem schaute  der Heilige Nikolaus im Laufe der vorweihnachtlichen Feier im Pfarrheim vorbei und hatte natürlich für die Kinder Süßigkeiten als Belohnung mitgebracht. Darüber hinaus spendete er den Organisatorinnen der monatlichen Treffen Lob und Anerkennung. So wurde es für alle Besucher ein gemütlicher und auch unterhaltsamer Nachmittag.


10. Januar 2018
Gute Stimmung beim Dorfball, auch wenn Besuch nicht zufrieden stellte

(von Helene Strasser)

Obwohl die Vereinsvorsitzenden mit der Verpflichtung des Musiktrios  „Bayernband“ voll ins Schwarze getroffen hatte, ließ der Besuch beim vierten Sallacher Dorfball, der am Faschingssamstag im Gold gedeckten Saal des Gasthofes Hagn zu wünschen übrig. Als Sprecher der örtlichen Vereine begrüßte SV Vorsitzender und Stadtrat Wolfgang Bäuml die Ballbesucher und freute sich ganz besonders, dass viele auswärtigen Gäste gekommen waren. Als besonderes Highlight des Abends kündigte er den Auftritt der Prinzengarde des Eva-Plenninger-Vereins mit ihrem Hofstaat an. Abschließend wies er auf die gut bestückte Tombola hin und dankte den vielen Sachspendern für ihre Großzügigkeit. Auch wenn der Ballbesuch gegenüber dem Vorjahr weiter zurückgegangen war,  nutzten die begeisterten Tanzpaare um so eifriger die Tanzfläche für sich. Begeisterter Applaus begleitete bald den Einmarsch der Prinzengarde mit Prinzessin Eva I. und Prinz Luca I. Musikalisch in See stach als erstes die Kindertanzgruppe in ihren schmucken Matrosenkleidern, bevor der Prinzenwalzer getanzt wurde. Mit einem Prolog begrüßte das Prinzenpaar die Ballbesucher und nahm sie mit auf eine „Kreuzfahrt nach Brasilien“. Zuvor aber wurden verdiente Vereinsakteure mit einer Ordensverleihung geehrt. So erhielt Wolfgang Bäuml als Stadtrat und Vorsitzender des SV Sallach und Sprecher der Ortsvereine, den „Präsidentenorden“. Den „Frauenbund-Schatzmeisterorden“ gab es für Christa Bäuml. Johannes Eichinger erhielt den „Theaterspieler- und Häuslwirtorden“ der Blauen Gartenzwerge. Michael Heigl, als EHC-Vorstand den Sallacher „Neubürgerorden“. Dem stellvertretenden Vorsitzenden und Schriftführer der KSK, Otto Strasser, gebührte der „Presseschreiberorden“ und seinem Vorstandskollegen und früheren Schützenmeister Alfred Haslbeck senior, der „Schützenmeisterorden“. Franz Winter erhielt als Stadtrat und Vorstand der Fischerfreunde Sallach den „Schwarzfischerorden“ und Wolfgang Brand, stellvertretender OGV-Vorsitzender und Kassier des SV Sallach, den „Ämterorden“. Christian Strasser wurde als Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr Sallach mit dem „Löschmeisterorden“ und Bernhard Krabler schließlich als Gärtnermeister und Sponsor aller Vereine mit dem „Sponsorenorden“ ausgezeichnet. In Brasilien angekommen, begeisterten Prinzenpaar und Gardemädchen dann in ihren farbenprächtigen Kostümen mit ihrem Showauftritt. Für ihre, von Beate und Franzi Drexler einstudierten Tanzpassagen, die sie temperamentvoll und graziös darboten, gab es vom Publikum nicht nur kräftigen Schlussapplaus, sondern auch anspornenden Begleitbeifall. Obwohl sich die Tischreihen nach Mitternacht zusehends lichteten, hielten manche Tanzlustigen doch bis in die Morgenstunden hinein die Stellung und am Ende waren sich alle einig, dass es schade wäre, wenn der Ball der Vereine wegen mangelndem Interesse besonders der Jugend, aber auch des Mittelalters künftig nicht mehr stattfinden könnte.


10. Januar 2018
Tanzbegeisterung, Show und Tombola beim Sallacher Dorfball
(von Helene Strasser)

Viele Tanzbegeisterte kamen beim dritten Sallacher Dorfball am Faschingssamstag im Gasthof Hagn voll auf ihre Kosten. Aber auch die Nichttänzer konnten sich bei der flotten und abwechslungsreichen Musik des Duos „Top Music“ amüsieren. Denn das Schunkeln, Zuschauen und Mitsingen an den gold gedeckten Tischen des großen Saales machte ebenfalls Spaß. SV Vorsitzender und Stadtrat Wolfgang Bäuml hatte die Ballbesucher als Sprecher der Vereine begrüßt und freute sich vor allem auch über die Gäste aus Geiselhöring, Hadersbach und Dettenkofen sowie über einige weiter angereiste Paare. Zwar habe man der Grippewelle und der Überschneidung mit Veranstaltungen in umliegenden Orten Tribut zu zollen, doch könne man mit 130 verkauften Karten noch zufrieden sein, so der Sprecher. Auch freue er sich, die Prinzengarde „Frohsinn Naradonia“ aus Wörth an der Donau ankündigen zu dürfen. Abschließend galt sein Dank den vielen Sallachern, die mit Sachspenden für eine gut bestückte Tombola gesorgt hatten.  Mit ihrem Einzugsmarsch und dem Schlachtruf „Eia, eia – Bussi bussi“ hatte der Elferrat samt Prinzenpaar und Prinzengarde die Sympathie des Publikums sofort auf ihrer Seite. Stürmische Begeisterung rief die Garde mit ihrem Showtanz „Das gibt es nur in Texas“ hervor und der anmutige Tanz von Prinz Reinhard und Prinzessin Julia wurde mit rhythmischem Applaus begleitet. Daraufhin erfolgten zahlreiche Ordensverleihungen an verdiente Funktionäre der Sallacher Vereine, die sich mit stolzer Brust von den Damen, bzw. Herren des Elferrates wieder zu ihren Plätzen geleiten ließen. Während sich die Prinzengarde auf ihren weiteren Tanz vorbereitete, erfreute der Elferrat mit einem Männerballett und den tanzenden Zwergen für gute Laune. Bei den Showtänzen „We are living in America“ und „There in USA“ legten die Gardemädchen rasanten Schwung an den Tag und begeisterten mit anspruchsvollen Hebefiguren. Tosenden Applaus riefen sie schließlich mit ihrer Zugabe „Ich war noch niemals in New York“ hervor. Davon angestachelt, schwangen die Ballbesucher noch bis in die frühen Morgenstunden hinein das Tanzbein.

    




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